Als nächste Veröffentlichung auf dem Spheredelic Netlabel, haben wir wieder einmal etwas elektronisches aus dem südamerikanischem Raum. 'From the dissection table to moderato' ist der Titel nicht nur des Albums, sondern auch des einzigen Tracks, der dafür immerhin 41 Minuten Spielzeit aufweist. Eingespielt wurde diese Musik von Jimmy Watt Abarca, ein 'Sononaut' und Visual Artist aus Santiago de Chile, der seine Finger schon seit über 20 Jahren an diversen Instrumenten und Synthesizern hatte. Wie es sich für einen echten Musiker gehört, hat er dabei von noise über Industrial zu Ambient und narrativem Songaufbau vieles ausprobiert.

 

Was uns nun zum eigentlichen Album bringt, das eine ganz eigene Geschichte erzählt. Anfangs hören wir nur leise eine verzerrte elektronische Libelle die wild umherfliegt, bis sich vielfältig auseinander genommen Soundfragmenten dazu gesellen. Spur für Spur kommt etwas dazu, ersetzt eine andere Spur, bleibt aber im Hintergrund so das kein Umbruch hörbar ist, sondern alles wie ein sehr langer Übergang klingt. Und das geschieht nun immer und immer wieder, progressive lang anhaltende Spielerei mit einem Sample, mal bedrohlich blubbernder Bass, mal diffuse Soundsamples, mal seichte Streicher. Zum Ende des Albums nimmt es mehr Form im Sinne von klassischen ambient an, dazu auch etwas Tempo, aber nicht so richtig, moderato eben.

 

Und deswegen passt dieser Albumtitel auch so gut, da er in Worten genau das beschreibt, was Ihr hören werdet: Eine Dissektion (von Sounds) bis hin zum moderato.

 

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jimmy watt abarca Cover

 

Links zur bisherigen Diskographie, seinem Twitter sowie ein paar seiner visuellen Werke findet Ihr hier:

https://www.virtualgallery.com/galleries/jimmy_watt_abarca_a15629
https://clasemediach.bandcamp.com/
https://twitter.com/_huelgasalvaje